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Mike Brooks - Living
my culture (Trojan Records)
Die schlechten Nachrichten zuerst: die Soundqualität ist nicht vom Highend und klingt extrem dumpf. Wer die nur mittelmäßigen Bässe und Höhen über eine gute Anlage kompensieren kann, erlebt aber Erstaunliches und Hochwertiges. Die meisten Rhythms stammen von den „Party Time“-Sessions der Heptones und wurden später in einem anderen Studio gevoiced. Einige der Rhythms tauchen hier mehrfach und in varierter Form auf und zeigen das enorme kreative Potential von Lee Perry. Andere Rhythms wie die von „Cry“, „Mama gonna buy me a diamond ring“, „Crime“ oder „Sitting and waiting“ sind Orginale, die vorher nicht veröffentlicht waren. Im Booklet, das als Faltblatt aufgemacht ist, erzählt Mike Brooks, dass einige der Rhythms in Randy´s Studio eingespielt wurden und später von Lee Perry gemixt wurden. Das Ganze ist von Lee Perry hochgradig kreativ abgemischt worden und hat eigenartigen, psychedelisch anmutenden Sound mit extrem vielen Effekten. Auf der zweiten CD sind 21 Songs (68 Minuten) mit Mike Brooks Gesang enthalten. Dabei zeigt sich, dass er ein grossartiger Sänger ist und mit seinem Gesangsstil an Dennis Brown erinnert. Die Songs wurden hauptsächlich im Channel One Studio im „Rockers“-Style eingespielt. Als Gäste sind Thin Legs, Bim Sherman und Morwell Esquire dabei. Die Doppel-CD „Living my culture“ hat mit Sicherheit viele starke Momente. Besonders den Perry-Fans wird die erste CD gefallen, die mit besserer Soundqualität ein absoluter Leckerbissen wäre. Die zweite CD zeichnet ein anspruchsvolles Portrait von Mike Brooks, der als Sänger viel mehr Beachtung verdient. Mehr dazu gibt es bei Trojan.
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| Copyright: Paul Mülders 2006 |