| Es ist schon ein seltsamer Anblick, wenn weiße Musikmanager
mit jamaikanischen DJ-Legenden gemeinsam auf der Bühne stehen, um
den Rockers Style zu feiern. So ganz will ich die Stimmung der Dancehalls
in den 60r und 70er Jahren nicht einstellen. Dies liegt zum einen daran,
dass die oben beschriebene Skurrilität deutlich spürbar ist,
zum anderen hauptsächlich daran, dass die Djs einfach an Ausstrahlung
verloren haben. Dies wurde besonders bei U-Brown deulich, der sich
meist darauf beschränkte, Reggae-Klassiker nachzusingen. Dagegen strahlten
Trinity und Dillinger mehr Faszination aus.
Besonders Dillinger setzte von Anfang an mit „I’m the Dub Organizer“
Akkzente. Dafür erhielt er von Steve Barrow auch die richtige Unterstützung:
Die Versions waren mit Bedacht ausgewählt. Real Rock, Stalag, Hi Fashion
und viele weitere Classics reiten sich nahtlos aneinander, aber auch einige
seltener zu hörende Stücke waren dabei. Wohl kaum ein Mensch
verfügt über so ein Arsenal an Platten, und deshalb ist Steve
Barrow eben für diesen Job, das Rockers Revival, bestens geeignet.
Man kann ihm nur viel Respekt für die jahrelange Arbeit zollen, die
wohl von einer außergewöhnlichen Liebe zum Reggae zeugt.
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