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2000
 
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Interview mit Klaus Maack 02.7. 19 h
Inmitten der ganzen Hektik fand Klaus Maack, einer der Organisatoren des Summerjams von CONTOUR, den Weg  zu RootZ. Ralf Weihrauch  sprach mit ihm über die Organisation und die Zukunft des Summerjam.
 

Wann beginnt ihr mit der Organisation des Festivals?

Die Organisation ist immer Spaß, Arbeit und Streß. Der Spaß beginnt eigentlich, wenn das Festival vorüber ist. Dann sitze ich Zuhause, höre mir meine neuen Platten an und bastele in Gedanken an dem neuen Programm. 


^ Klaus Maack von Contour - Veranstalter

Ab Weihnachten stellen wir die Kontakte zu anderen Festivals her, man hört sich um wer im Sommer auf Festival-Tour ist. Im Laufe der Zeit konkretisiert sich das alles immer mehr, man weiß welche Angebote seriös sind und dann beginnt man, auch über Geld zu reden.
 

Ihr organisiert meist auch noch eine kleine Tour rund ums Festival.
 

Eher ungern, das lässt sich aus finanziellen Gründen aber nicht immer vermeiden. Das Summerjam unterstützt auch meist viele kleine Festivals, da wir Gagen zahlen, die die anderen nicht zahlen können. Für die Musiker muss am Ende nur das Gesamtbudget stimmen.

Welche Organisation ist vor Ort zu leisten?

Rechnet man alles zusammen vom Parkplatzwächter, über die Security, Stagehands, Reinigungskräfte und Endreinigung haben wir über 1500 Leute beschäftigt. Die örtlichen Kosten und die Gagen splitten sich etwa Fifty-Fifty auf. Allein die Endreinigung liegt schon im sechsstelligen Bereich.

Wie ist die Programmatik beim Booken der Artists?

Vor einigen Jahren saß ich vor der Angebotsliste, und musste überlegen ob ich zum x-ten Male Third World oder die Wailers buchen soll. Dann haben wir etwas umgedacht.
Es war schon in diesem Jahr so, dass wir an jedem Tag ein anderes Konzept hatten: Freitags die reggae-verwandten Sachen wie Asian Dub Foundation, Samstags die Ragga-Fraktion mit Beenie Man und Sonntag die traditionellen Geschichten wie Israel Vibration. Im nächsten Jahr haben wir vor, für den Sonntag Künstler zu buchen, mit denen hier niemand rechnet. Selbst auf die Gefahr hin, dass wir jemanden nach Jamaika schicken, der die Leute einfängt, um sie pünktlich ins Flugzeug zu setzen.
Bei den Roots-Artists kann man sich darauf verlassen, dass wenn sie einmal „Ja“ gesagt haben, sie auch kommen. Bei den neuen Artists ist das immer eine Geldsache. Sie haben immer viele Leute um sich herum, die ihnen alle was anderes erzählen. Das ist immer eine unsichere Geschichte.
Bei Beenie Man hat es in diesem Jahr sehr geholfen, dass er auf Virgin ein Album heraus gebracht. Die Firma hat uns finanziell doch sehr unter die Arme gegriffen.

Ab welchen Verkaufszahlen atmet ihr im Contour-Büro durch?

Wir sind erst ab 18000 Tickets im sicheren Bereich. In diesem Jahr waren es wieder einmal um die 20000 Besucher. Die genauen Zahlen können wir erst nennen, wenn wir die Abrechnung mit CTS gemacht haben.

Sind die Kapazitäten am Fühlinger See noch groß genug?

Rechnet man die Händler und die Gäste hinzu kommen wir auf etwa 23000 Menschen auf dem Gelände. Damit sind wir aber absolut am Limit.
Wir werden es im nächsten Jahr so machen, dass wir eine fünf Meter breite Ponton-Brücke über den See bauen. Die ist nur dafür gedacht, die Insel zu verlassen. Die Ein- und Ausgänge über die vorhandenen Brücken, sind zu wenig und bilden einen kastrophalen Engpass. Das muß anders werden. 


Ein Wort zu RootZ

Das Internet wird auch für  Contour und Summerjam immer wichtiger. Wir freuen uns, wenn ihr im nächsten Jahr wieder hier seid.
 

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