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T.C. Boyle - Ein Freund der Erde
 
Boyle ist Teil des einen Promilles der US-Amerikaner, denen ich Grips zugestehe. Mit "Ein Freund der Erde" aus dem Jahre 2000 zeichnet der Autor ein düsteres Bild der Ökologie unseres Planeten im Jahre 2025. 
 

Interessant gestaltet bewegt sich das Buch auf zwei Zeitebenen, geknüpft an den Protagonisten Ty, der in den Achtziger Jahren des 20. Jahrhunderts über eine neue Liebschaft zum radikalen Ökokämpfer wird und am Ende des ersten Quartals des 21. Jahrhunderts als Opa seine Aktioenen reflektiert und überlegt, was der Kampf für eine intakte Umwelt gebracht hat.
 

Wenn man einen Ausblick auf die Effekte des Klimawandels lesen will, ist "Ein Freund der Erde" das richtige Buch, es beschreibt unendliche Regengüsse und Orkane im Winter und brennendes Wüstenklima im Sommer Kaliforniens. Viele Säugetiere sind ausgestorben und auch die Aktivitäten von Tys Arbeitgeber, einem in die Jahre gekommenen Popstar, einige von den Tieren in Sanktuarien vor dem Aussterben zu bewahren, sind zum Scheitern verurteilt. 

Auf einer weiteren Ebene mach der Autor es zwischen den Zeilen subtil klar, warum nicht nur der Kampf für die Ökologie dem Kapital auf jeden Fall unerliegen wird, sondern daß auch der brennendste Ökoaktivist seinen Gutteil an Verantwortung für die Zerstörung der Umwelt rägt. 

Ein äußerst lesenswertes Buch, das im typischen Boyle Stil eine lebendige, sarkastische Sprache benutzt und einen hoffen läßt, daß das alles ncht wahr werden wird. 

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