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Spiegel online 23.05.07

Unwetter verursacht Millionenschäden

Sintflutartige Regenfälle, ein kräftiger Sturm, der Bäume auf Autos schmetterte, Blitze, die Häuser in Brand setzten: Ein Unwetter ist in der Nacht über mehrere Bundesländer hinweg gezogen und hat schwere Schäden verursacht - das Ausmaß wurde erst heute früh sichtbar.

Bonn/Kassel/Dresden - In Bonn mussten die Einsatzkräfte 335 Mal ausrücken. Schon am Abend waren dort zum Teil verheerende Schäden an städtischen Gebäuden sichtbar: Im Erdgeschoss des Stadtarchivs stand das Wasser 30 Zentimeter hoch. Das historische Rathaus wurde durch eindringendes Wasser stark in Mitleidenschaft gezogen. In einem Schwimmbad sog sich eine abgehängte Decke so voll, dass sie vom Einsturz bedroht war und das Schwimmbad geschlossen werden musste.

Eine Frau wurde schwer verletzt, als ein Baum auf ihr Auto stürzte. Drei weitere Autofahrer in ähnlicher Lage konnten sich selbst aus ihren Pkw befreien.

Auf dem Hauptgebäude der Universität und der Beethovenhalle wurden die Dächer stark beschädigt, berichtete ein Feuerwehrsprecher. In die Beethovenhalle brach das Wasser ein, von der Uni fielen Dachteile herunter. Wie Stadtsprecherin Monika Frömbgen berichtete, brachten die Beschäftigten im Alten Stadthaus ihre Computer in Sicherheit: "Das Wasser ist da wie ein Wasserfall reingegangen", sagte sie.

In Teilen Hessens wurden Straßen unter Wasser gesetzt, Keller geflutet. In Osthessen spülte Schlamm und Geröll auf viele Straßen, machte sie unbefahrbar.

In Zwickau und der Region Chemnitz wurden Keller und Straßen überschwemmt. In Gahlenz im Landkreis Freiberg schlug ein Blitz in einen Bauernhof ein und setzte das Haus in Flammen. Menschen wurden nicht verletzt.

In Neckargemünd im nördlichen Baden-Württemberg erlitt ein 83 Jahre alter Mann eine Rauchvergiftung, als er versuchte, nach einem Blitz-Einschlag den brennenden Dachstuhl seines Hauses zu löschen.

Die Feuerwehr stellt sich überall auf weitere Schäden ein. "Im Laufe des Morgens werden viele Leute die Ausmaße erst noch erkennen", sagte ein Sprecher.
 
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