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Festivalreportage


Capleton Live
Der Prophet war da! Am Samstagabend stand Capleton zum ersten Mal auf einer deutschen Bühne. Die Erwartung der deutschen Posse war dementsprechend hoch. Seinen Opener „Jah Jah City“ brauchte er gar nicht selber zu singen, das Publikum übernahm auch beim dritten Anlauf den Vokalpart. 

Der Prophet sprang wie aufgezogen über die Bühne und  begeisterte die Posse unter anderem mit „Good in her Clothes“ und „Cooyah Cooyah“. Seine Message ist klar „Bun down Babylon, Fire pon Batty Bwoy“ und Fire pon alles was nicht dem rastafarischen Weltbild entspricht. Seine Einstellung ist kompromisslos und selbst wenn man nicht alle Ansichten teilt, ist die Art und Weise, wie Capleton sie rüberbringt sehr beeindruckend. 

Der Mann hat einfach ein tolle Ausstrahlung, wenngleich nicht ganz so viel mit dem Publikum kommuniziert wie andere Artists.  Allerdings wurde man das Gefühl nicht los, dass nicht alle Zuhörer den Lyrics nicht folgen konnten. Für sie war Capletons Set auf die Dauer ermüdend und es schien, als lichteten sich die Reihen in der letzten Viertelstunde. 

Es ist auch für das Patois geübte Ohr manchmal schwierig, dem Schnellsprecher dauerhaft konzentriert zu folgen, wie beispielsweise bei seiner rasend schnellen A-cappella-Nummer.  Dennoch war es ein tolles Erlebnis einen der Superstars Jamaikas live zu erleben und die Hardcore-Fans werden diese Show nicht so schnell vergessen.
 




 


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