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Festivalreportage


Eek A Mouse bei RootZ



Die Mouse kam und hat nach Käse verlangt. Darauf waren wir von RootZ vorbereitet und Doc Highüz hatte eigens ein Pfund der vergorenen Milch am Stück für das große Nagetier beiseite gelegt. Und Appetit hatte er. Nach dem halbstündigen Interview im RootZ Camp war von dem mittelalten Holländerkeil nur noch die Pelle übrig, die mitgebrachte Wurst und die Brötchen waren auch verputzt. 

Schon on Stage, aber auch für die Reporterfragen hatte der Sänger mit dem bürgerlichen Namen Ripton Hilton seinen kleinen sechsjährigen Sohn dabei. Und der Vater hat Recht, wenn er sagt, „this boy is smart“, für sein Alter hatte der kleine schon eine Menge Skills drauf und hat den Journalisten auf Bitten des Herrn Papa sogar etwas vorgelesen. 

Auch wenn die Mouse äußerlich für seine Mitte vierzig superfit und gut trainiert wirkt, merkt man an anderer Stelle schon die ersten Verfallserscheinungen, denn eigentlich waren nur die ersten zehn Minuten des Interviews wichtig. Die restliche Zeit verlor sich der Jamaikaner in Wiederholungen, die er bei jedem Block lauter vortrug. 

Was er zu sagen hatte war dann allerdings zuhörenswert. Er kann selbst nicht mehr nach Jamaika zurück, die Gründe sind auch nach dem Interview sehr obskur. Auf jeden Fall bedrohen ihn dort einige Leute und wollen ihn umbringen. Auf meine Frage, wo er denn seine Homebase die Tage hätte, meinte er nur salopp: „I am a mouse, I can sneak into any hole worldwide.“ Hoffen wir, dass er bei der Löchersuche häufiger mal ein Stück Käse findet.


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