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Köln, Kantine, 06.08.00
mit frdl. Unterstützung von Lamprecht Promotion

 
Seit 25 Jahren kämpft Brother Resistance von der beschaulichen Tropeninsel Trinidad mit der Macht des Wortes gegen die noch heute spürbaren Folgen der Sklaverei, gegen Unterdrückung und Ungerechtigkeit. Keine staatliche Repressalien und kein materieller Rückschlag haben ihn auf seinem Weg stoppen lassen. Sein Leben ist Musik und er ist entschlossen, diesen Pfad weiter zu beschreiten.

Anfang August führten ihn seine Schritte auf einer ausgedehnten Europatournee auch in die Kölner Kantine. Für die musikalische Untermalung seiner mächtigen Dub Poetry – rhythmisch betonte Befreiungsdichtung afrikanischer Tradition – hatte der Brother seine langjährigen Weggefährten, die Rapso Riddum Band (Schlagzeug, Bass und Steel Drums) mitgebracht, verstärkt und aufbereitet für die europäischen Ohren mit einem Keyboarder und zwei wirklich virtuosen Backgroundsängerinnen.

Die Kantine war zwar nicht bis zum letzten Platz gefüllt, aber der Rapso Riddum hat trotzdem sofort angeschlagen: die Tanzfläche war voll mit tanzenden Körpern und wippenden Extremitäten. Bei dieser Art von Musik fällt eines immer sehr angenehm auf: vom jungen Punk bis zum Althippie scheinen in Germoney alle Altersgruppen auf Worldmusic zu stehen.
 

 

Brother Resistance meistert es profihaft, seine Messages einem Publikum nahezubringen, das sonst den Entstehungsorten seiner Musik – den ärmeren Vierteln von Trinidad – wahrscheinlich eher fernbleibt. Mit einem fein abgestimmten Verhätnis von Rhythmus, Melodie, Harmonie und theatralischer Darstellungsweise – letzteres ist im Übrigen ein typisches Merkmal derDub Poetry -  weiß der Frontmann aus Trinidad die Zuhörer zu fesseln und ihnen in den Passagen zwischen den Songs mi erklärenden Worten das Anliegen seiner Musik zu erklären. Ein imposanter Mann mit sehr gutem Backing und einem wichtigen Anliegen – ring di bell fi Brother Resistance.
 

 

Copyright: Dr. Igüz 2000