| Seit 25 Jahren kämpft Brother Resistance von der
beschaulichen Tropeninsel Trinidad mit der Macht des Wortes gegen die noch
heute spürbaren Folgen der Sklaverei, gegen Unterdrückung und
Ungerechtigkeit. Keine staatliche Repressalien und kein materieller Rückschlag
haben ihn auf seinem Weg stoppen lassen. Sein Leben ist Musik und er ist
entschlossen, diesen Pfad weiter zu beschreiten.
Anfang August führten ihn seine Schritte auf einer ausgedehnten
Europatournee auch in die Kölner Kantine. Für die musikalische
Untermalung seiner mächtigen Dub Poetry – rhythmisch betonte Befreiungsdichtung
afrikanischer Tradition – hatte der Brother seine langjährigen Weggefährten,
die Rapso Riddum Band (Schlagzeug, Bass und Steel Drums) mitgebracht, verstärkt
und aufbereitet für die europäischen Ohren mit einem Keyboarder
und zwei wirklich virtuosen Backgroundsängerinnen.
Die Kantine war zwar nicht bis zum letzten Platz gefüllt, aber
der Rapso Riddum hat trotzdem sofort angeschlagen: die Tanzfläche
war voll mit tanzenden Körpern und wippenden Extremitäten. Bei
dieser Art von Musik fällt eines immer sehr angenehm auf: vom jungen
Punk bis zum Althippie scheinen in Germoney alle Altersgruppen auf Worldmusic
zu stehen.
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