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Graffiti Glossar Subway

Babu: Begriff für Bahnbulle, also einem Bundesgrenzschutzbeamten oder Wachschützer.

Bifi: Begriff, ursprünglich aus Berlin, der einen Angestellten der Bahn meint

Doppel-Wholecar: Siehe Married Couple.

End To End: Begriff für einen Zugwaggon, der über die gesamte Länge (unter den Fenstern) besprüht ist. Eine andere Bezeichnung für einen End-to-End ist Window-Down-Wholecar.

Ghosttrain: Wenn auf einem Zug nach dem Buffen noch Reste eines Bildes erkennbar sind, spricht man von einem Ghosttrain.

Gleisi: Gemeint sind Bahnarbeiter. Siehe auch Bifi

Inside-Bombing: Begriff für Graffitis, meistens Tags, die innerhalb von Zügen angebracht werden.

King Of The Line: Bezeichnung für einen Writer, der es geschafft hat auf einer Line also einer Bahnstrecke besonders stark präsent zu sein. Die Hagener DFG-Crew ist im Rhein- Ruhrgebiet in diesem Zusammenhang ein gutes Beispiel. Sie schafften es, die gesamte Stecke (S8) von Hagen bis Mönchengladbach zu bomben.

Line: Eine Bahnstrecke wird von den Writern Line genannt. Wenn man an der Line malt, malt man also an der Bahnlinie entlang. 

Linebombing: Bezeichnung für Bombings an einer Bahnstrecke. 

Linepiece: Begriff aus dem Writing. Bezeichnung für ein Piece, das entlang einer Bahnstrecke gesprüht wurde.

Married Couple: Bezeichnung Für einen Doppel-Wholecar. Ursprünglich für zwei ständig zusammengekoppelte U-Bahn-Waggons.

Motion Bombing: Begriff für das Besprühen eines Zuges während seines Aufenthaltes (am Bahnhof). Dabei wird oft, wenn der Zug losfährt, eine wellenförmige Linie gesprüht. Steht auch für das Bomben während der Fahrt (S-Bahn Surfen). 

Motion Tagging: Begriff für Outside-Tags die während der Zug am Bahnhof hält oder während der Fahrt angebracht werden.

One-Man-Wholecar: Bezeichnung für einen Wholecar, der von einem Writer alleine gemalt wurde. Einen One-Man Wholecar zu malen sorgt in der Writing-Szene für sehr viel Respekt.

Outsidebombings: oder Outsidetags. Begriff für Bombings oder Tags, die an der Außenseite des Zuges angebracht werden. Diese Bezeichnung gilt auch für Tags und Bombings, die während eines Aufenthaltes der Züge oder während der Fahrt angebracht werden.

Panel/Panelpiece: Begriff für ein alleinstehendes Graffiti an einem Zug, das zwischen beiden Türen und unter den Fenstern angebracht ist.

Rocken: Bezeichnung für das Bemalen von Wänden, Zügen etc., wobei dieser Begriff überwiegend von Trainbombern benutzt wird.

S-Bahn Graffiti: In Deutschland sind S- und U-Bahnen für Writer am attraktivsten, da diese durch die ganze Stadt fahren und so, wenn sie nicht gleich gebufft werden, leicht von anderen Writern gesehen werden können. Die erste S-Bahn in Deutschland wurde wahrscheinlich ca. 1984 in München besprüht. 

S-Bahn Surfen: In einigen Städten kam für einige Zeit S-Bahn-Surfen als Modewelle auf. Beim S-Bahn-Surfen wird während der Fahrt an der Außenseite der Bahn herumgeklettert, wobei es oft zu tödlichen Unfällen kam. Auch bei Writern war diese Art in den Anfangs-Jahren verbreitet. Beim S-Bahn-Surfen wurden von den Writern Outside-Bombings angebracht.

Subway: Ist der Name der U-Bahn in New York, wo das Writing, wie man es heute auf der ganzen Welt kennt, geboren wurde. Der eigentliche Beginn des Subway-Graffiti war das Jahr 1970, doch  schon in den 40er Jahren tauchte überall in Amerika und Europa ein gewisser "Killroy" auf, oft mit Sprüchen wie "Killroy was here". Auch die New Yorker Subway blieb natürlich nicht verschont. Somit ist er als eine Art  Vorgänger der Writer zu sehen, schließlich schien es auch ihm darum zu gehen, seinen Namen bekannt zu machen. Je nach Größe und Form gibt es für die verschiedenen Graffitis auf Zügen verschiedene Bezeichnungen. Die am häufigsten genutzten sind End-To-End, Married Couple, Panel, Top To-Bottom, Wholecar, Wholetrain und WindowDown, wobei noch zwischen Inside und Outside unterschieden werden kann.

Top to Bottom: Oder auch T-To-B ist die Bezeichnung für ein Graffiti auf einem Zug, der die Fläche vom Boden bis zur Dachkante einnimmt, aber nicht unbedingt wie ein Wholecar über die ganze Länge gehen muss. Die ersten  Top-To-Bottoms wurden in New York von Superkool gemacht.

Train: Englisches Wort für Zug, welches auch von deutschen Writern gebraucht wird. Trains spielen im Writing eine wichtige Rolle, da die Kultur hier ja auch groß geworden ist. Die ersten Panels auf Zügen wurden 1972 von Superkool, Stay High und Phase2 in New York gemalt, als fahrende Leinwand, die durch die halbe Stadt fährt. 

Trainbombing: Bezeichnung für das schnelle, intensive Sprühen auf Zügen. 

Two-Car: Bezeichnung für ein Graffiti auf einem Zug, das sich über zwei Waggons erstreckt. Wenn es sich dabei um einen Doppel-Wholecar handelt spricht man auch von einem Married Couple.

Wholecar: Ein Zugwaggon, der über die gesamte Fläche, also von unten nach oben und von einem Ende zum anderen besprüht ist, wird als Wholecar bezeichnet. Für einen Wholecar erhält ein Writer mehr Respekt, als zum Beispiel für ein Panel, da Wholecars wesentlich mehr Zeit und Aufwand erfordern und so ein größeres Risiko für den Writer darstellen.
 
WholeTrain: Ein Zug, der über die ganze Länge besprüht ist, wird Wholetrain genannt. In der Regel besteht ein Wholetrain aus einzelnen Wholecars. Wenn bei einem Zug alle Waggons mit Panels besprüht sind, spricht man von einem Window-Down-Wholetrain. Wholetrains werden nur sehr selten gemacht, da diese viel Zeit und Material erfordern.

Window-Down-Wholetrain: Bezeichnung aus dem Writing für einen Zug, der über die gesamte Länge unterhalb der Fenster besprüht ist.

Yard: (engl.: Hof) Bezeichnung für ein Zugdepot.

Zugbomben: siehe Trainbombing

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Copyright Text: Sylvia Piciorgros / Bilder / Layout: Dr. Highüz 2002  
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